| Versuch einer Regulierung von Ratingagenturen |
Aktuelle VBV-Informationen
Versuch einer Regulierung von Ratingagenturen
Mit den vielschichtigen Problemen des Ratings und insbesondere auch der allmächtigen Ratingagenturen haben wir uns verschiedentlich auseinandergesetzt und Position bezogen. Wurde die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken, Finanzprodukten und Staaten, mit einer Art Schulnotensystem, durch Ratingagenturen mit der Note AAA beurteilt, so war dies für Gläubiger stets der Nachweis für eine exzellente Bonität und somit eines Ausfallrisikos von faktisch Null. Weltweit wird der Markt von den drei US-Agenturen Standard & Poors's, Moody's und Fitch beherrscht. Ihre unkontrollierte Macht ist allumfassend. Von der Einschätzung der Agentur Moody's etwa hängt es derzeit mit ab, ob Griechenlands Kreditwürdigkeit durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf Dauer als ausreichend angesehen wird oder nicht.
Lesen Sie bitte weiter:
» versuch_einer_regulierung_von_ratingagenturen.pdf
Sowie:
» 1700509.pdf
» 1700716.pdf |
| Mittelstandsfinanzierung in der Krise – Lösungsansätze und Sofortmaßnahmen |
Die Finanzierungsprobleme im Bereich der Realwirtschaft breiten sich kontinuierlich aus. Im Durchschnitt aller Banken ist die Kreditausreichung an Unternehmen und Selbständige 2009 um 2,1% rückläufig. Bei den Großbanken lag das Minus auf das Jahr hochgerechnet bei 9,7%. Unbeschadet aller Dementis ist auch nach Erkenntnissen des DIHK namentlich der Mittelstand, zunehmend auch die KMU, von der Kreditklemme betroffen.
Kredite werden gekündigt, Kreditlinien gekürzt, Liquiditätserfordernisse und Investitionen nicht mehr oder nur noch extrem teuer und vielfach besichert finanziert.
Die bei KMU vielfach verschlechterten Jahresabschlüsse 2009 sind die Grundlage für deren Kreditrating 2010. Immer mehr KMU werden damit zu schlechten und sehr schlechten Risiken. Die Kreditklemme wird so zur Kreditkrise.
Liquidität und Liquiditätssicherung wird damit 2010 immer mehr zum buchstäblich existenziellen Problem der KMU.
Zusammenwirkend als Bündnis Mittelstand Deutschland haben der Bundesverband der Selbständigen BDS, der Bundesverband Factoring für den Mittelstand BFM und die Vereinigung beratender Betriebs- und Volkswirte VBV hierzu konkrete Lösungsansätze und Sofortmaßnahmen entwickelt und am 09.02.2010 bei einem Pressegespräch in Hamburg veröffentlicht.
Als Lösungsansätze und Sofortmaßnahmen werden neben anderen Maßnahmen vorgeschlagen:
- Stärkung der Eigenfinanzierungsfähigkeit von KMU
- Mitarbeiterbeteiligung durch „Standardzertifikat typische stille Beteiligung“ mit 100 % iger Einlagensicherung
Die Details der vorgeschlagenen Lösungsansätze und Sofortmaßnahmen entnehmen Sie bitte der am 09.02.2010 zum Pressegespräch vorgelegten Handreichung mit dem Titel „Mittelstandsfinanzierung in der Krise - Lösungsansätze und Sofortmaßnahmen“.
Download Handreichung:
» handreichung_b_m_d_pressegespraech_09_02_2010.pdf
Veröffentlichung auf Seite 1 und Seite 21 des Hamburger Abendblatts vom 10.02.2010 zum Pressegespräch.
Download:
» ha_10_02_2010_pressegespraech_bmd.pdf |
| Riskiogerechtes Zinssystems (RGZS) der KfW |
Stellungnahme und Forderungen
VBV verlangt Rücknahme des neuen sogenannten „riskiogerechten Zinssystems (RGZS)“ der KfW.
Seit 1. April 2005 wird das nach der Zerschlagung der DtA (Deutsche
Ausgleichsbank), bis dahin wichtigste Förderbank für KMU, gemeinsam von der Kreditwirtschaft und der KfW erarbeitete sogenannte „risikogerechte Zinssystem (RGZS)“ angewendet. Dieses ermöglicht es den Banken, Förderkredite in Abhängigkeit von der Bonität des Kreditnehmers und der Kreditbesicherung zu bepreisen. Das RGZS sichert seither bei der Ausreichung von Förderkrediten deutlich höhere Margen.
Lesen Sie bitte weiter:
» neues_rgzs_der_kfw_-_vbv_stellungnahme_und_forderungen.pdf |
| Wolfram Müller zum neuen Vorsitzenden gewählt |
Die Vereinigung beratender Betriebs- und Volkswirte (VBV), Deutschlands älteste berufsfachliche Organisation für Unternehmensberaterinnen und –berater, hat auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 25.04.2009 in Kassel einen neuen Vorsitzenden gewählt. Wolfram Müller folgt auf den langjährigen Vorsitzenden Dr. Gunter Riechey. Die Wahl des 57-jährigen Dipl. Volkswirt erfolgte ohne Gegenstimmen und Enthaltungen.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Dipl. Bw. Peter Fitz (Hauneck / Bad Hersfeld) und Dipl. rer. pol Richard Schwarz (Wörth / Rhein) wiedergewählt. Dipl. Kauffrau und Ingenieur-Ökonom Sabine Jentzsch (Leipzig) wurde zur Kassenprüferin gewählt.
Wolfram Müller kündigte an, die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre auch als Vorsitzender fortzusetzen. Die VBV wird wie aktuell zum Konjunkturpaket II auch in Zukunft zu relevanten Themen und Problemen von KMU und deren Beratern, öffentlich Stellung beziehen.
Alles weitere entnehmen Sie bitte der beigefügten Presseinformation.
» vbv_pressemitteilung_04_05_2009_vorstandswechsel.pdf |
| Nachfolgefahrplan zur erfolgreichen Übergabe |
Nachfolgefahrplan - ein Leitfaden für Unternehmensverkäufer
Nach Schätzungen des IfM Bonn steht jährlich in 71.000 Familienunternehmen die Regelung der Nachfolge an. Ob und wie die damit verbundenen Fragen gelöst werden können, und in welche Hände die von der Nachfolge betroffenen Unternehmen im Erfolgsfall gehen werden, hängt von verschiedensten Faktoren ab. Familienexterne Nachfolgelösungen gewinnen dabei in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Die Realisierung einer familienexternen Nachfolge gestaltet sich erfahrungsgemäß zumeist allerdings deutlich schwieriger als die Anbahnung und Umsetzung einer familieninternen Lösung. Insbesondere das Finden geeigneter übernahmeinteressierter Personen bzw. Unternehmen sowie Verhandlungen und Verständigung der beteiligten Parteien über Details der Nachfolge stellen dabei ein komplexes Problemfeld dar.
Die Vereinigung beratender Betriebs- und Volkswirte e.V. (VBV) und die UnternehmensBOERSE GmbH haben 2008 gemeinsam die Initiative ergriffen und einen „Nachfolgefahrplan“ mit dem Titel
Unternehmensnachfolge richtig geplant –
Ein Kurzleitfaden für Unternehmensverkäufer
erstellt.
Der 20-seitige Leitfaden ist an Unternehmer gerichtet, die sich mit dem Thema der Nachfolge beschäftigen und enthält u.a. grundlegende Informationen zu den Themen
- Planung und Ablauf der externen Nachfolge,
- Unternehmensbewertung,
- Übergabeformen und Alterssicherung sowie
- Hinweise zur Nachfolgersuche.
Weiterer Bestandteil des Leitfadens sind Checklisten, die einen Überblick über die für eine Unternehmensbewertung benötigten Unterlagen geben.
Die VBV empfiehlt, sich frühzeitig mit dem Thema der Unternehmensnachfolge auseinander zu setzen, besonders dann, wenn absehbar ist, dass es keine familieninterne Nachfolgelösung geben wird. Nur mit einer fundierten Vorbereitung und fachkundiger Beratung kann die Unternehmensübergabe erfolgreich gesteuert werden. Ein so erstelltes schlüssiges Nachfolgekonzept ist stets grundlegend für bessere Verhandlungsoptionen gegenüber Kaufinteressenten und erhöht die Realisierungsaussichten der familienexternen Unternehmensnachfolge.
Gedruckte Exemplare können gegen Abgabe einer Schutzgebühr bei der VBV bestellt werden.
» Unternehmensnachfolgefahrplan zum Download |
| Deutschlandfunk: '"Mit einen Strohhalm gegen den Kollaps?"' |
Am 30.09.2008 haben wir mit dem Beitrag "ERP-, IKB-, KfW-Skandal - VBV verlangt umfassende Aufklärung sowie tiefgreifende und grundlegende rechtliche und politische Konsequenzen" unsere Stellungnahme und Forderungen zu diesem Thema abgegeben.
Die bei diesem Skandal bisher aus öffentlichen Mitteln versenkten 10,3 Mrd. € sind angesichts der bis nach Schließung der Wahllokale in Bayern geheim gehaltenen HRE-Pleite fast schon "Ackermannsche Peanuts". Das in der Nacht zu Montag beschlossene Rettungspaket umfasst derzeit 50 Mrd. €. Bereits jetzt ist erkennbar, das weitere 70 bis 100 Mrd. € für einen Bestand der Rettung der Hypo Real Estate erforderlich sein dürften. Bei einer Bilanzsumme von rund 400 Mrd. € dürfte auch dies noch nicht die ganze Wahrheit sein.
Am 27.09.2008 wurden im DLF (Deutschlandfunk) unter dem Titel "Mit einen Strohhalm gegen den Kollaps?" die Auseinandersetzungen in den USA um das 700 Mrd. $ Rettungspaket kommentiert. Unter der Überschrift:
"IKB-KfW 10,3 Mrd. €, HRE 50 Mrd. €, US-Rettungspaket 700 Mrd. § - Finanzmarktkrise und das Prinzip der 'Gemeinwohldienlichkeit' "
erhalten Sie den Beitrag des DLF zum Download sowie einige kommentierende Anmerkungen der VBV zu grundlegenden Fragestellungen.
» vbv_stellungnahme_06_10_08_finanzmarktkrise_gemeinwohldienlichkeit.pdf |
| ERP-, IKB-, KfW-Skandal – VBV verlangt umfassende Aufklärung sowie tiefgreifende und grundlegende rechtliche und politische Konsequenzen |
Nach der faktischen IKB-Pleite im Juli 2007 ist die am 15.09.2008 ausgeführte Überweisung von 320 Mio. € an die insolvente amerikanische Investmentbank Lehman Brothers aktueller Höhepunkt anhaltender Fehlhandlungen von Vorstand und Verwaltungsrat der KfW sowie des Bundesministeriums für Finanzen (BMF). Da es sich um ein sogenanntes Devisen-Swap-Geschäft handelte, wurden auf der Basis des am 16.09.2008 gültigen Umrechnungskurses von Euro in Dollar tatsächlich Euro im Gegenwert von 350 Mio. € verrechnet. Einschließlich von der KfW über die Pleite hinaus gehaltener Lehmann-Wertpapiere beträgt der wirtschaftliche Schaden 538 Mio. €.
Allein mit den durch Spekulationen und Zockerein der KfW zuletzt vergeudeten 538 Mio. € hätte für 53.800 Gründer und KMU ein Investitionszuschuss von 10.000 € finanziert werden können. Neben einer Verbesserung der Eigenkapitalausstattung hätten die so induzierten Investitionen mit der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen und Beiträgen zu den sozialen Sicherungssystemen und dem Steueraufkommen die Wirkung eines zielgenauen Konjunkturprogramms entfalten können.
Es ist unabdingbar die fortgesetzte Vernichtung öffentlichen Vermögens zu stoppen und die längst überfälligen tiefgreifenden und grundlegenden Konsequenzen zu ziehen.
Alles weitere zur Position und zu den 10 detaillierten Forderungen der VBV entnehmen Sie bitte unserer Stellungnahme.
» vbv_stellungnahme_erp_ikb_kfw_skandal.pdf |
| Pfändungsschutz nur für Arbeitnehmer und Beamte? |
Vorsorgeaufwendungen Selbständiger sind pfändbar.
Wer regiert eigentlich in diesem Land? Bundeskabinett, Bundestag und Bundesrat haben sich seit 2005 mit der längst überfälligen Lösung des Problems der Absicherung der Altersvorsorge Selbständiger auseinandergesetzt. Mit dem am 31.03.2007 in Kraft getretenen „Gesetz zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge“ sollte die Altersvorsorge Selbständiger, insbesondere Lebens- und private Rentenversicherungen, vor dem Vollstreckungszugriff der Gläubiger genauso geschützt werden wie in §§ 850 a ff ZPO etwa Rente und Pensionen bei abhängig Beschäftigten. Der im Insolvenzfall oft vollständige Verlust der Alterssicherung Selbständiger sollte beseitigt und so auch der Staat von Sozialleistungen entlastet werden. Ende gut alles gut? Weit gefehlt.
weiterlesen:
» vbv_vorsorgeaufwend_selbstaendiger_pfaendbar.pdf |
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